Hintergründe zum Euregio-Lawinenreport von Tirol, Südtirol & Trentino SchneeGestöber 5 18/19 | Interview mit Projektbetreuer Norbert Lanzanasto und Christoph Mitterer

Seit der Saison 2018/19 gibt es für die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino erstmals eine gemeinsame Lawinenvorhersage. Grenzüberschreitend, mehrsprachig, einheitlich. Ein weltweites Novum. Im Hintergrund wurde dafür mehrere Jahre an der perfekten Umsetzung gefeilt. Wir haben mit den beiden unermüdlichen Projekt-Betreuern Norbert Lanzanasto und Christoph Mitterer vom Lawinenwarndienst Tirol über die Hintergründe zum Euregio-Lawinenreport gesprochen.

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Erste schwer einschätzbare und unfallträchtige Lawinensituation der Saison! Wie gehe ich damit um?

Am meisten Unfälle passieren bei Gefahrenstufe 2 und 3 nicht nur, weil sie an vielen Tagen vorherrschen, sondern weil sie viel schwerer handhabbar sind als die anderen Situationen. Die Gefahr ist bereits markant erhöht. Aber man kann sich noch ins freie Gelände begeben. Nur man muss ganz genau wissen, wo man hingehen kann und wohin nicht bzw. wo man besonders defensiv muss und wo nicht. Im Winter ist man zu 100% verhältnisorientiert unterwegs – niemals zielorientiert. Zuerst checkt man die Verhältnisse, dann wählt man darauf angepasst eine geeignete Tour, Abfahrt oder ein Gipfelziel aus. Nicht umgekehrt!

Das „durchschnittliche“, subjektive Risiko das wir Wintersportler eingehen, ist viel wichtiger für die „Erzeugung“ von Lawinenunfällen als das objektive Gefahrenlevel.

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