18.5.2013, Lisner Spitzl + Rotgratspitz + Fernerkogl

Um punkt 6 starte ich mit dem Radl auf einem fast leeren Parkplatz in Lisens zum Fernerboden. So ist man in wenigen Minuten drinnen, schon fein im Gegensatz zum Hochwintern, wenn man mit Ski hinein muss. Darauf die Ski noch eine viertl Stunde bis zum Lawinengraben tragen, der mit einigen Metern aufgefüllt ist. Von dort gehts durchgehend auf Schnee die Mauer hinauf. In der Mitte hab ich einmal abgezogen, weils so hart war und bin eine Weile zu Fuß weiter – angenehmer als jedes sinnlose Harscheisen. Am Gletscher hat der Wind angefangen und ist bis zum Lisner Spitzl immer stärker geworden, so, dass ich oben sogar wieder seit sicher einem Monat Kappe und warme Handschuhe gebraucht habe. Auf die Östliche Seespitz waren zwei flott am Weg und hab mir gedacht, das wird wohl nicht der Obendorfer Richard sein… auf den Längentaler warens 3 Leute.

Hinunter gings dann vom Kreuz nach hinten, wo der Einstieg in die 1.Brunnenkogelrinne ist, weil ich mir den einmal genauer anschauen wollte. Die 2. und 3. sind ja problemlos fahrbar bzw werden auch regelmäßig gemacht. Nur bei der 1. war ich mir nicht sicher. Bin dann zur Plattigen Wand hinüber, dort Ski hinaufgetragen, und über den Rotgratferner mit Fellen weiter zum Rotgratspitz, wo ich noch nie oben war. Von dort hinübergequert zum Skidepot vom Fernerkogl, die Ski mitgenommen für die linke Rinne (Gipfelrinne ist schon zu steinig) und weiter auf den höchsten Punkt unserer “Schönheit”. Oben war der Wind heute am stärksten. Aber gegen die Windgeschwindigkeiten am Hauptkamm wohl zu vernachlässigen, die Schneefahnen dort waren jedenfalls teilweise riesig.  Laut Buch waren Anfang Mai noch einige oben, dann niemand mehr und ein Dame am 15. Von der Seespitz gingen immer noch keine Abfahrtsspuren, die machen aber lang Gipfelrast…

Dass es mit dem Auffirnen heute etwas dauern wird, war mir schon klar, aber warten wollte ich auch nicht länger, also gings wieder hinunter: oben eine Mischung zwischen eingeweichtem Pulver-Bruchharschzwischenstufe und Firn, in der großen Rinne, die man statt der Plattigen Wand fahren kann im oberen Teil Firn im unteren eingeweichter Pulver. In der Mauer meistens noch hart (halb 12) und schließlich ein bissl super Firn, ganz unten dann teilweise noch Knollen am Lawinenschnee aber großteils haben sie sich schon “angeebnet”. Ski wieder zurücktragen zum Radl – ab zum Auto. War lustigerweise wieder um punkt 12 dort. Mit 6h war ich zwar überhaupt nicht zufrieden, aber heute hab ich mir oft Zeit gelassen zum Spieneisln (kA wie man das schreiben soll ;)

Hab zum ersten mal richtig Obacht gegeben, wo die alten Gletschergrenzen früher waren (die Besiedelungsstadien durch Pflanzen haben wir in einer Vorlesung im Winter gehört). Man siehts an den Felswänden wirklich perfekt: An der Gesteinsverwitterung und an den Flechten – wie ein Strich gezogen. Gewaltig um wieviele Meter Eisdicke verloren gegangen sind.

In Gries noch hinten hinaufgefahren um ein paar Fotos vom Fernerkogl zu machen. Daheim hat sich am Abend herausgestellt, dass die namentliche Vermutung richtig war… Gibt wohl nicht viele Leute bei uns, die so lässige Touren machen wie er.

der Fernerkogl ist einfach der schönste bei uns...

der Fernerkogl ist einfach der schönste bei uns… ->

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am Ende der Mauer. man sieht die Gletschergrenze durch die Landkartenflechte und die Gesteinsverwitterung sehr gut. Sind etwa 60 Meter Felswand, die zum Vorschein gekommen sind.

am Ende der Mauer. Man sieht die Gletschergrenze durch die Landkartenflechte und die Gesteinsverwitterung sehr gut. Sind etwa 60 Meter Felswand, die zum Vorschein gekommen sind.

Gipfel Lisner Spitzl

Gipfel Lisner Spitzl

Östliche Seespitz

Östliche Seespitz, mit den beiden.

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Abfahrt Lisner Spitzl

Abfahrt Lisner Spitzl

am Rotgratferner, bei der Querung nach der Plattigen Wand. Hier sieht man die Gletschergrenze auch hervorragend.

am Rotgratferner, bei der Querung nach der Plattigen Wand. Hier sieht man die ursprüngliche Gletschergrenze auch hervorragend.

vom Rotgratspitz zum Lisner Ferner

vom Rotgratspitz zum Lisner Ferner

und zum Fernerkogl

und zum Fernerkogl

vom Fernerkogl aus. Vordergrund Längentaler + Bachfallenkopf. hinten Wildspitz und Nachbarn

vom Fernerkogl aus. Vordergrund Längentaler + Bachfallenkopf. hinten Wildspitz und Nachbarn

vom Fernerkogl nach Lisens

vom Fernerkogl nach Lisens

und zum Rotgratzspitz und Lisner Spitzl

beide Abfahrten vom Rotgratzspitz und Lisner Spitzl

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in der Mauer meisten hart

in der Mauer meistens hart

ganz unten wenige hundert hm Firn erwischt

ganz unten wenige hundert hm Firn erwischt

... und einer der schönsten von Tirol. im Vordergrund Gries. 1h20' vorher war ich da hinten oben :)

-> … und einer der schönsten von Tirol. im Vordergrund Gries. 1h20′ vorher war ich da hinten oben :)

Die drei von heute sind übrigens der 3., 4. und 5. höchste Berg von St.Sigmund.

 

14.5.2013, Samerschlag + Gleirscher Rosskogl + Sattelschrefn

am 13.5. nur hinter den Staudamm hinauf. Starker, ungemütlicher Westwind und sich verschlechterndes Wetter.

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Am 14. hab ich den Tag vor den Exkursionen, die bis Samstag keine Tour mehr zulassen, noch genutzt und drei schöne Berge gemacht. Um 20 nach 6 bei wolkenlosem Himmel von meinem Parkplatz beim ersten großen Schneefeld gestartet, die Ski noch, bis es vor der Enge im Gleirsch flach wird, eine Viertl Stunde getragen und auf den Samerschlag. Der Hüttenhang war leicht angeeist, darum bin ich zu Fuß daneben zwischen den Almrosen hinauf. Von der  Pforzheimer weg ist der Pulver immer mehr geworden. Halb oben wars dann schon richtig zu spuren, ein Windl ist gegangen und hat mit den Schneefahnen ein richtiges Jänner-Feeling aufkommen lassen. Um 8 war ich oben: Absolut ruhig, noch relativ tiefstehende Sonne, herrlich!

Bei leicht windgepressten 20cm lasse ichs bis ins Rosskar stauben. Wiederauffellen und weiter auf den Gleirscher Rosskogl. Dort war er schon angefeuchtet und bei der Abfahrt nicht mehr so toll. Dafür weiter unten, wos fast nicht geschneit hat, schön schmierig :)

Unter der Hütte hab ich dann eine Stelle gesucht um den Bach zu überqueren, aber nichts gefunden… oder ich bin einfach zu wasserscheu^^. Jedenfalls musste ich das Stückl zur Materialseilbahn zurück und bin über die kleine Brücke drüber. Dort wieder aufgefellt und weiter Richtung Sattelschrefn. Der Schneestreifen vom Talboden über den ersten Hang hinauf ist so schmal, dass sich mit Ski hinaufgehen nicht rentiert, Abfahren dafür problemlos möglich. Also die 100hm hinauf getragen. Oben dann auf den höchsten Punkt der Sattelschrefn. Mittlerweile haben sich einige Quellwolken gebildet und sonnseitig kommen immer wieder ganz kleine Lockerschneerutscher. In dem kleinen Tal/Loch unter den Sattelschrefn war er nur ganz leicht angefeuchtet, weil dort die Sonne erst sehr spät hineinkommt.

Vom Zischgeles gehen 2 frische Spuren herunter, hat auch ganz gut ausgeschaut. Am Sulzkogl waren übrigens auch Spuren. Sonst kein Mensch unterwegs. Bei schon etwas mehr gepresstem Pulver gehts zurück zum Talboden und über den schon eingeweichten Weg hinter die Enge. Ski auf Rucksack, kurz zum Quad tragen und wieder heim.

Lawinenmäßig ging meiner Einschätzung die (recht geringe) Hauptgefahr heute ganz klar von trockenen Schneebrettern bzw Triebschneepaketen aus, von gestern und während des Tages frisch gebildet.  Am Nachmittag dann evt. auch nasse Lockerschneelawinen, die aber kaum ein gefährliches Ausmaß erreichen konnten. Die Lawinenstriche durchs Gleirsch hinaus (v.a. in der Enge) sind praktisch alle ausgeapert bzw entladen, also geht man dort kein unnötiges Risiko ein, wenn man später hinaus muss… im April ist das meistens ein Problem.

Lässigs Tagl! Zwar keinen 3000er wie für Skitouren im Mai üblich, aber am Samerschlag und auf den Sattelschrefn war ich noch nie im Winter :)

 

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noch ein Link zwecks Bindungen. ein schönes Kommentar dabei:”I am annoyed that Dynafit appears to have stopped production of their streamlined “speed” binding, essentially the tried and true TLT with its simple climbing post, rotating mode change and crappy brake performance. I don’t use brakes in the BC and enjoy the basic TLT simplicity and durability. The radical heel piece seems like a step sideways regarding durable functionalitywith its flip elevators, one way rotation and also appears to be less robust and pricey as well! The radical toe piece does seem to be improved though it has not been offered with the simple heel. The Beast seems like overkill for touring use and fills a specialized niche. You’d think at this point, they’d leave well enough alone or make simple improvements to the speed package to refine the simple functional durability and capitalize on a mature design by establishing a reliable price point binding. At $400 and up for the new offerings, I’m severely un-motivated to upgrade for less robust and more complicated offerings with little performance benefits.”

Seejoch + Paider Spitz beim Abmarsch

Seejoch + Paider Spitz beim Abmarsch

ins Gleirsch hinein

ins Gleirsch hinein

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es war trockener "Winter Pulver"

es war trockener “Winter Pulver”

Samerschlag

Samerschlag

Blick zum Gleirscher + Zwieselbacher

Blick zum Gleirscher + Zwieselbacher Rosskogl

Abfahrt Samerschlag

Abfahrt Samerschlag.

am Gleirscher Rosskogl

am Gleirscher Rosskogl, hinten Zwieselbacher

Blick zur Gubener

Blick zur Gubener

Blick ins Gleirsch

Blick ins Gleirsch

komplette Sattelschrefn

alle Sattelschrefn

Blick zurück zum Samerschlag

Blick zurück zum Samerschlag

 

Abfahrt Gleirscher

Abfahrt Gleirscher

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weiter

weiter unten schmierig

Sattelschrefn Gipfel

bald am Sattelschrefn Hauptgipfel

am Zischgeles waren a 2. Die Brunnenkögel schauen aus wie Zwillinge ;)

am Zischgeles waren a 2. Die Brunnenkögel schauen aus wie Zwillinge ;)

Gipfel, hinten mitte Östliche Seespitz, Fernerkogl

Gipfel, hinten mitte Östliche Seespitz, Fernerkogl

Blick nach Gries + Inntal + Karwendel

Blick nach Gries + Inntal + Karwendel

zum Skidepot

zum Skidepot

Abfahrt Sattelschrefn

Abfahrt Sattelschrefn

kurz abziehen, Blick ins hintere Gleirsch

kurz abziehen, Blick ins hintere Gleirsch