14.01.2020 | Hinterer Brunnenkogel | 3325 m Der höchste Punkt des Sellraintales

14.01.2020 | Hinterer Brunnenkogel | 3325 m Der höchste Punkt des Sellraintales

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Immer wieder ein besonderer Moment am höchsten Berg der Heimat und höchsten Berg der Heimatgemeinde zu stehen.

Diesmal war der Anstieg dank des dreiwöchigen Dauerhochdrucks ziemlich glatt und man musste teilweise sehr konzentriert in der Mauer aufsteigen. Es gab auch keinen Noppenpulver mehr weil die katabatischen Fallwinde, die aus dem Gletscherbecken nach unten „fließen“, in der Mauer die Schneeoberfläche mechanisch umgewandelt haben. Damit wurde die Oberfläche verpresst und konnte nicht durch die aufbauenden Umwandlung locker bleiben. Die würde nämlich sonst in dieser Exposition und Hangneigung zu dieser Jahreszeit bei Schönwetter ganztägig vorherrschen.

Der Gipfelanstieg haben wir angeseilt hinter uns gebracht, da dieses Gelände nicht jedermanns Sache ist und sich Flex so sicher fühlen konnte. Obwohl ich mir sicher bin, dass er ohne Seil genau so rauf und runter wäre :)

Immer der schönste Startplatz in einen Skitourentag

Flex steht inzwischen über dem Eis. Von seinem Standpunkt muss man wieder ein Stück „absteigen“ um das Gletscherbecken zu erreichen.
2012 war der Gletscher noch gleich hoch wie die Kante und wenige Meter dahinter sogar schon um einiges höher. Ein Meter an Eis rinnt halt im Schnitt Jahr für Jahr die Melach ins Schwarze Meer hinunter.

Ziel in Reichweite
Blick zurück über den knapp 3 km langen Gletschermarsch
Bald oben

Am Gipfel. Ganz links: Fernerkogel

 

Wildes Hinterbergl 2020. Die letzte „Eiswand“ im Sellrain. In drei, vier Jahren war sie das zumindest. Dahinter: Seespitzen und Ruderhofspitze.
2012. Auch im Hintergrund hat sich einiges verändert.

 

Längentaler Weißerkogel Gipfelaufbau 2020
Längentaler Weißerkogel Gipfelaufbau 2012. Es lag bei dem Foto zwar etwas mehr Schnee, aber der Großteil an Veränderung ist trotzdem dem Gletscherrückgang zu verdanken.

Flex als kleiner, schwarzer Punkt im ca. 3,5 km² großen Gletscherbecken. Immer wieder eine überwältigende Erfahrung dort mittendrin zu stehen und sich so richtig klein und unbedeutend vorzukommen.

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