29.01.2018 | The saga continues

29.01.2018 | The saga continues

:-)!

 

Übersichtsfotos – Archiv

 

 

 

Fotos der Befahrung

vorher

 

Einstieg Rinne

 

Rinne zu 3/4 mit Ski im Aufstieg machbar

 

Weiterstapfen

 

jemand folgt mir ein Stück

 

vom Rinnenende zum Gipfel und in den Flankenabschnitt geschaut

 

weiterstapfen

 

am Grat angekommen

 

lässig zu Begehen

 

 

Bleiben wir dabei: Selfies gibt’s vereinzelt bei Steilabfahrten. Dans la vallée de ski extrême…

 

Wie zieht man einen Ski in diesem Gelände an? Richtig: Man lässt ihn erst los, wenn die Zapfln eingerastet sind!

 

Start Abfahrt

 

Zeit zum Fotografieren

 

 

 

 

 

Blick nach vor

 

Blick zurück

 

Start Rinnenabschnitt

 

dort Schnee etwas härter

 

beim Auslauf nur mehr gewaltiger Pulver :-)

 

Blick zurück von der Seite

 

nachher

Hintergründe

Ich habe diesen Berg nun über zwei, nur am Gipfel zusammenlaufende, Routen befahren. Vielleicht sind dies auch die einzigen Winterbesteigungen und höchstwahrscheinlich die einzigen Skibefahrungen.

Verhältnisse wie dieser Tage (29.1., 30.1., 31.1.) gab es zuletzt im Jänner 2012. Für eine Abfahrt wie die heutige braucht man bereits extrem viel Schnee im Jänner oder spätestens Feber.

Im März und April ist der gesamte, ost- bis südostexponierte Steilbereich kurz nach Sonnenaufgang am ersten Schönwettertag nach Neuschneefall derart stark von Lockerschneelawinen gefährdet, dass man es nicht mehr wagen kann. Außerdem gibt es am Übergang von der Rinne in die Flanke ein paar Meter die ca. 53°, 54° steil und plattig sind und nach ein bisschen Strahlung schnell wieder ausapern.

In den letzten fünf Wintern wäre die Abfahrt nie möglich gewesen – zumindest nach meinen Auswahlkriterien. Am ersten Schönwettertag nach Neuschneefall mache ich sowas prinzipiell nicht, auch wenn der Neuschnee ohne Wind gefallen ist.

In den letzten fünf Wintern hätte es die Möglichkeit einer Befahrung von der Schneemenge her allerdings schon gegeben – aber erst im März oder April. Erst wenn alle limitierenden Faktoren (u.a. Schneemenge, Schneequalität, Lawinengefahr, Anstieg der Gefahr mit Einstrahlung durch Lockerschneelawinen) ihre limitierenden Eigenschaften verloren haben, gehe ich solche Projekte an. Das heißt in diesem Fall:

  • Schneemenge: ausreichend
  • Schneequalität: in diesem Fall kommt nur Pulver in Frage – aufgrund der Absturzmöglichkeit am Felsabbruch unter der Flanke
  • Lawinengefahr: Der letzte Neuschnee braucht mindestens zwei Schönwettertag zum Setzen – muss aber pulvrig bleiben
  • Lockerschneeproblem: nur machbar beim Sonnenstand des Jänner oder Feber bei nicht zu warmen Temperaturen.

 

& die jahrelange Beobachtung hat sich wieder mal gelohnt!

Wer’s erkennt, kann sich die Steilheiten in der Openslopemap selbst nachschauen.

Nicht vergessen, „High Resolution“ auf der Karte zu wählen!

 

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4 Gedanken zu “29.01.2018 | The saga continues

  1. Lieber Lukas,
    spannender Bericht!
    Ist das der neuer Transalp 90? Wie fährt der sich i. Vgl. zum jetzigen Transalp 80 (oder 88)?
    Gruß, G.

    • Hallo Gerhard,

      ganz genau. Bei weichem Schnee spürt man ein wenig den veränderten Shape und die breitere Schaufel, allerdings nur kleinere Unterschiede zum alten 88er.

      Bei harten Bedingungen erhöht die zusätzliche Begurtung mit einer Diagotex-Faser über die gesamte Skilänge die Performance sehr stark in Sachen Griffigkeit aufgrund höherer Torsionssteifigkeit und verbessert die Laufruhe.

      Lukas

  2. Lieber Lukas, danke für deinen tollen Bericht. Deine qualifizierten, reflektierten Beiträge lese ich immer gerne. Wie hälst du es bei deinen Steilwandabfahrten; Verriegelst du die Bindung oder nicht? In meinem Freundeskreis sind wir hier nicht eindeutiger Meinung. Kürzlich ist einem Freund von mir in einem Steilhang (sehr harte Bedingungen) die Bindung (Pin Bindung) ohne Sturz aufgesprungen, Das war dann sehr unangenehm. Danke dir bereits jetzt für deine Einschätzung. Thomas

    • Hallo Thomas,

      lest Euch zur Bedienung einer Techbindung mal folgendes durch:
      https://www.powderguide.com/magazin/schneegestoeber/artikel/schneegestoeber-6-201617-tipps-und-tricks-zum-angenehmeren-skitourengehen.html

      Fehlauslösungen (v.a. bei hartem Untergrund) sind bei Techbindungen zwar aufgrund der mangelnden Elastizität bei den meisten Modellen wahrscheinlicher, müssten allerdings bei weitem nicht so häufig passieren: Denn meistens rasten die Zapfen am Vorderbacken nicht vollständig ein. Schon ein bisschen Schnee in den Inserts ist genug, um Fehlauslösungen massiv zu begünstigen. Um Abhilfe zu schaffen, dreht man die Schuhe bevor man für die Abfahrt am Hinterbacken einsteigt (!) mehrmals im Vorderbacken gleich wie im Aufstieg und rastet erst danach in den Hinterbacken ein. Außerdem verriegelt man immer einmal durch bevor man in den Skimodus wechselt und öffnet die Verriegelung wieder. Wenn man dann genau hinschaut, sieht man, wie die Zapfen in die Inserts nachrücken – verursacht durch den Druck den man anhand des Verriegelns aufbaut. Dieser Druck schiebt den fast immer vorhandenen Schnee/Eis/Dreck aus den Inserts zusätzlich zur oben beschriebenen Drehbewegung raus und bringt die Zapfen an die richtige Position womit sich Fehlauslösungen vermindern sollten.

      Ich verriegle immer bei Steilabfahrten. Eine Auslösung scheint mir – im Schnitt von vielen denkbaren Szenarien – im Absturzgelände gefährlicher zu sein als eine Nicht-Auslösung der Bindung. Auf die Elastizität von neueren Modellen (z.B. mit Rotationsvorderbacken) verzichte ich – meiner Meinung nach gibt es nichts besseres für den Skialpinisten als eine klassische Lowtech (bei Dynafit jahrelang als „Speed Turn“ geführt, bei Fischer: http://media.ekosport.fr/INTERSHOP/static/WFS/EKO-UK-Site/-/EKO/en_GB/Product/600/9-29161_tour_speed_turn_T70117/9-29161_tour_speed_turn_T70117_01.jpg) die seit Jahrzehnten nahezu unverändert produziert wird, vollständig ausgereift ist und vor allem durch Abermillionen von Höhenmetern, Abfahrten bei allen Bedingungen in allen Gebirgen der Erde und durch tausende von verschiedensten Anwendern auf Herz und Nieren getestet wurde…

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