29.4.2015, Zwieselbacher Rosskogel, 3080m

Lesezeit: 2 min

Wegen der paar Zentimeter Neuschnee hab ich mir keinen Firn erwartet und bin deswegen ins Kraspes-Schattenloch um wenigstens das Pulverl genießen zu können. Außerdem bin ich sehr spät gestartet und der Pulver wär sicher überall sonst bei der Abfahrt schon pappig gewesen .

Tragen muss man bis zum Marchzaun. Die Zwingen waren heute knifflig zu gehen, da der Neuschnee auf einem hartem, zerfahrenen Untergrund lag. Dafür war die Aufstiegsspur so ausgeglichen und in angenehmer Steigung angelegt, wie sonst nur ganz selten im Kraspes. Umso mehr hat es mich oben überrascht und ich hab mich extrem gefreut, dass ich zum ersten mal (endlich! und sogar deutlich) mit 1h56min unter die zwei Stunden gekommen bin – trotz anfänglicher Tragestrecke, einmaligem Lawinenkegelumgehen, ungut zu gehenden Zwingen, dem normaln Material, den Steigeisen im Rucksack und flacher Spur. Dafür liefen die Felle sehr gut auf dem frischen Zuckerpulver. Wieder mal ein richtiges Flow-Erlebnis. Wer sowas noch nie gehört hat, Infos hier.

Die Abfahrt war ok. Leider nicht mehr, weil man unter den 5-10cm Pulver immer auf die alten Spuren durchgekommen ist.

Weil ich noch genug Zeit hatte und deswegen auch die Eisen eingepackt hab, hab ich auf halber Strecke nochmal aufgefellt und bin eine unspektakuläre Rinne im Kraspes gefahren. Bin jetzt schon sicher 70 mal dran vorbeigegangen aber hab ihr immer wieder andere Abfahrten, bei entsprechenden Verhältnissen, vorgezogen.

Hinausgefahren bin ich immerhin noch, mit dreimal übers Apere drüberhüpfen, bis 1670m.

 

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Sonst leider nur Helmkamera Fotos, da der Akku der Spiegelreflex leer wurde:

Rinne Kraspes1 (1) Rinne Kraspes1 (2) Rinne Kraspes1 (3) Rinne Kraspes1 (4) Rinne Kraspes1 (5) Rinne Kraspes1 (7) Rinne Kraspes1 (8) Rinne Kraspes1 (9) Rinne Kraspes1 (10) Rinne Kraspes1 (11) Rinne Kraspes1 (12) Rinne Kraspes1 (13) Rinne Kraspes1 (14) Übersicht IMG_8893

 

 

 

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2 Gedanken zu “29.4.2015, Zwieselbacher Rosskogel, 3080m

    • Servas Lukas,
      ich war gestern mit Freunden am Zwieselbacher und bin ein stiller Bewunderer deiner Unternehmungen und deiner „Bergphilosophie“. Ich kenne nur deine website, habe mir aber bei deinem Überholen unterhalb der 2. Zwing gedacht, das könnte der Lukas Ruetz sein. Als ich dann auf deinem Rücksack den Schriftzug Bergrettung Tirol gesehen habe, dachte ich mir: bei so einem Tempo sollte auch eine terrestische Rettung unter einem guten Stern stehen. Bei der Abfahrt haben wir deine Spuren in der Rinne gesehen und empfanden großen Respekt (trotz deiner Charakterisierung als na ja nichts Spektakuläres).
      Bleib g’sund und mach weiter so.
      Joe aus Taufkirchen bei München

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