5.12.2014, Stamser Runde

Die Zeit die für Jammerei rund um den fehlenden Niederschlag drauf geht, nutze ich alternativ ganz gern um mir zu überlegen, wo es trotzdem halbwegs gehen könnte:

Dabei helfen zwei Vermutungen:

höher, Nord, steil müsste es noch Pulver geben

und

direkt Süd sollte er eigentlich überall tragfähig verharscht sein nach der langen Wärmeperiode – wo halt noch Schnee liegt.

Weil sonst direkt südseitig nirgends mehr eine geschlossene Schneedecke vorhanden ist, wo man nicht all zu lang die Ski hintragen muss, bin ich halt wieder ins Klammbachtal:

100hm Ski tragen, dann auf dürftiger Schneedecke weiter und zuerst auf den Gipfel wo ich mit Basti erst oben war. Weiter hinunter Richtung ehemaliger Sommerresidenz vom Stift Stams. Die ersten 50 Meter waren grundlos und man hat zaubern müssen, damit es nicht zu viel kracht bei jedem Schwung, aber dann gab es den erhofften Pulver (allerdings, wie auch im LWD Blog beschrieben, unterhalb der Regenkruste vom 25.11. baut es sich langsam auf und oben wo er grundlos war, ist sowieso schon alles bis zum Boden kantig. Außerdem war heute überall (von ganz unten weg) teils schon stark ausgeprägter Oberflächenreif zu sehen – nach Kälte/Wind/Neuschnee wohl nix mehr mit dieser Abfahrt). Auf vorhandener Spur bin ich aufs Joch mit Kreuz und auf den Mitterzaiger. Am Grat bin ich immer wieder bis über den Bauch eingebrochen, mein Vorgänger war so gscheid mit Ski ganz hinaufzugehen.

Bei der Abfahrt hat sich die zweite Vermutung tatsächlich bestätigt, und ich hab meine Spur in eine 1cm dicke Neuschneeauflage (die schon zum Großteil aus Oberflächenreifkristallen bestand) die auf einem harten, IMMER tragenden Untergrund lag, malen dürfen. Durch den Oberflächenreif hat es gleich gezischt, wie bei Firn im April. Weil es so gut ging, hab ich unten noch einmal aufgefellt und bin auf den höchsten Punkt der oberen Narrenböden. Dabei hat mich ein gewaltiges Halo begleitet.

Die Runde hab ich so getauft, weil man dabei nur auf Stamser Gemeindegebiet unterwegs ist.

 

Möchte mit den ersten Fotos an den Winter 11/12 zurückerinnern, der ab Mitte Dezember schneereich und von der Lawinengefahr her super war. In unserer Gegend fällt im Herbst und Frühwinter halt am wenigsten Niederschlag.

Hochalpin schneits am meisten im April/Mai/Juni, da wo schon viele wieder am Radl hocken…

Paider Spitzen am 2.12. 2011
Paider Spitzen am 2.12. 2011

 

2.12.2011
2.12.2011
2.12.2011
2.12.2011

 

 

IMG_3148

Bachln eisen jetzt langsam zu
Bachln eisen jetzt langsam zu
überall zu sehen heute
überall zu sehen heute

IMG_3163

a bissl was los auf der Piste
a bissl was los auf der Piste
zaubern
zaubern
genießen (Licht war sehr schlecht, wird man nicht auf jedem Bildschirm erkennen)
genießen (Licht war sehr schlecht, wird man nicht auf jedem Bildschirm erkennen)
zweiter Aufstieg
zweiter Aufstieg
beim einzigen Kreuz der ganzen Tour
beim einzigen Kreuz der ganzen Tour
von weit
von weit
von nah, seitlich
von nah, seitlich
von nah, oben
von nah, oben
weil sie so schön sind, noch einmal
weil sie so schön sind….

IMG_3241

wühl
wühl

IMG_3251 IMG_3256

wie Zischfirn
wie Zischfirn
Halo
Halo

IMG_3273-IMG_3277

Frühwinterherausforderungen
Frühwinterherausforderungen

IMG_3301 IMG_3308 IMG_3314 IMG_3317 IMG_3321

nicht direkt südseitig Pulver oder Bruch
nicht direkt südseitig: Pulver oder Bruch
wie Firn
südseitig aber wie Firn

 


 

Für die Leser aus St.Sigmund eine Pflichtlektüre – für alle Sellraintaler aber sicher auch ganz interessant:

 

Beiträge zur Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte des inneren Sellraintales.

Schwaighöfe in Nordtirol am Beispiel des Sellraintales.

Die beiden Arbeiten erklären nebenbei auch, warum ich heute auf Stamser Gemeindegebiet unterwegs war und nicht auf St.Sigmunder oder Silzer (Kühtaier) Gebiet.

Share Button

3 Gedanken zu “5.12.2014, Stamser Runde

Schreibe einen Kommentar

*