Des Hoamweah Gedicht einer Tafel am Sellraintaler Besinnungsweg

Des Hoamweah Gedicht einer Tafel am Sellraintaler Besinnungsweg

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An Sellroaner håt dr Wind vertrogn
weit weck – irgndwohin
do håt er sich durchs Leben g’schlogn.
Und d’Hoamat? – dia kimmt ihm wohl zu Sinn,
åbr er lernt fremde Maniern,
und red’t a fremde Sproch.
Er klopft an fremde Tiarn und d’Zeit lafft hintn noch.
Bis er amol im Fiargiahn
a Wertl heart, do bleibt er stiahn,
und s’Herzl fångt un pumpern und schtoaßn
„Bärig!“ – so håt des Wertl koaßn.
Do siecht er die Berg im Winterschnea,
a Schihittn griaßt und winkt vo der Heach,
im Tol rauscht dr Båch und d’Sunn scheint ibern Jooch.
Af dr Ålbe die Ålmroasn bliahn,
– wia weards denn meiner Jugendliabe giahn?
A poor Tränen rinnen iber d’Wongin –
Wårum bin i vo dr’Hoam weckgongin?
Iatz greift dr Sellroaner wiedr zum Rånzn,
Er muass – des Wertl treibt –
dass ihm koan åndre Wohl mehr bleibt.
Und hoam geahts. Hoam, hoam, hoam
ins bärige und s’wunderschiane Sellroan!
K.O.
Blick ins Sellraintal
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