Fischer Travers Kollektion 2020 | Überblick | Travers CC, Travers CS, Travers GR, Travers TS Eine Erfolgsgeschichte

Fischer Travers Kollektion 2020 | Überblick | Travers CC, Travers CS, Travers GR, Travers TS Eine Erfolgsgeschichte

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Die Vorgeschichte

2015 war ich mit dem ersten Travers Prototypen in den Stubaier Alpen unterwegs. Noch in schwarz ohne Aufdruck, Farbe oder Design. Viele meinten, ich hätte  alte Schalenbergschuhe vom Militär an.

Die Saison 2016/17 hat die Zeit eines ganz besonderen Skitourenschuhs eingeläutet: Der Fischer Travers ist erstmals im Herbst 2016 über die Ladentheken gewandert. Nach mehreren Prototypen, viel Zeit und Herzblut war unser Baby endlich fertig.

Das Feedback war von Anfang an überwältigend positiv. Man konnte von allen Ecken und Enden vernehmen: „Endlich ein Schuh der ohne Anpassen angenehm im Aufstieg ist und gleichzeitig gut in der Abfahrt performt. Das was man als Skitourengeher braucht!“

 

Was macht den Fischer Travers so erfolgreich?

Wie ich in meinem ersten Travers Review 01/2016 schon ausführlich erläutert habe, sind es einige Punkte die den Travers derart erfolgreich machen.

Top Passform, Gewicht unter 1 kg bei gleichzeitiger hoher Performance

Der Travers hat einen relativ breiten Leisten und fühlt sich damit an wie ein Hauspatschen. Er ist einer der ganz wenigen Skitourenschuhe in dem sich auf Anhieb fast jeder wohlfühlt: Ohne Eingehphase, ohne Anpassung, ohne mühselige, sonstige Vorgänge. Ich bin in den Anden bereits 30 km an einem Tag mit dem Schuh zu Fuß mit Ski am Buckel und schwerem Rucksack gewandert – er ist wie ein leichter Bergschuh.

Kein Schnickschnack

Der Schuh ist clean. Frei von sinnlosen Neuerungen oder angeblich bahnbrechenden Erfindungen (die eigentlich kein echtes Problem lösen und oft Rückrufaktionen mit sich ziehen). Alles was sich am Markt bewährt hat, ist im Travers vereint und optimiert.

Gleichmäßiger Schluss des Boa-Systems durch Umlenkrollen

Das Boa-System anstatt einer unteren Schnalle bewährt sich seit geraumer Zeit bei verschiedensten Skitourenschuhen. Das heißt, der Schuh schließt für den Fersenhalt eng am Rist und für die nötige Durchblutung nur leicht bei den Zehen – somit liegt eine perfekte Verteilung der Schließkraft vor. Beim Travers einzigartig: Die Umlenkrollen (Pulleys) für das Stahlseil. Dadurch entfällt der Verschleiß des Systems wie bei Schuhen mit Boa System ohne Umlenkrollen. Ich hatte noch nie – auch bei keinem Prototypen – einen Seilriss.

Einfacher, effizienter Ski-Walk-Mechanismus

Es gibt wohl kaum ein anderes Teil an Skitourenschuhen in das in den letzten Jahren mehr Energie in unnötige Verschlimmbesserungen gesteckt wurde. Der Travers hat einen soliden, einfachen, wartungsfreien Kipphebel der zuverlässig funktioniert – Ende.

Kein lästiges, weiteres Verschlussband zusätzlich zur oberen Schnalle am Schienbein 

Weil man es zum Skitourengehen einfach nicht braucht. Skitourengehen ist Bergsteigen bzw. Berggehen im Winter, nicht Alpin-Skifahren.

Lässiges Design

Theoretisch möglicher Rotationswinkel demonstriert am Fischer MY Travers Damenmodell

Der Schuh schaut nicht befremdlich-futuristisch aus und präsentiert sich trotzdem trendig und sportlich.

Volle Steigeisentauglichkeit

Trotz der Steigeisentauglichkeit bietet der Travers eine gewaltig kurze Sohlenlänge in allen Größen. Dadurch hat man am Fels ein viel besseres Gefühl beim Kraxeln.

Palau Innenschuhe

Die Top-Modelle des Travers sind mit Innenschuhen der französischen Manufaktur Palau bestückt. Meiner Meinung nach die besten Innenschuhe am Markt.

Widerstandsarme Schaftrotation

Die Schaftrotation beträgt 80°. Das ist zwar ein nettes Argument, aber bringt in der Praxis allein nichts – da man maximal 50° bei langen Schritten nutzen kann. Viel wichtiger ist eine widerstandslos mögliche Rotation um das Drehgelenk. Dieses bieten die schwereren Skitourenschuhe kaum – selbst wenn sie oft 60° und mehr an theoretisch möglichem Rotationswinkel aufweisen. Der Travers weist fast keinen Widerstand auf.

 

Der Fischer Travers im Einsatz

Die Travers Modellpalette ab 2019/20

Angespornt durch das positive Feedback und die gute Resonanz zum Travers, erweitern wir ab heuer die Kollektion um das gesamte Spektrum an Skitourengehern abzudecken. Nun gibt es vier verschiedene Fischer Travers Modelle in verschiedenen Performance- und Preiskategorien. Wobei alle Schuhe gleich aufgebaut sind. Sie unterscheiden sich lediglich in den verwendeten Materialien.

  • Fischer Travers TS

     Fischer Travers TS

    • TS steht für Thermoshape
    • Preis: 449 Euro
    • Gewicht: 1190 g (bei 26,5)
    • Vorlage: 13°
    • Material: Polyurethan
    • Farbe: Schwarz mit roten Akzenten
    • Innenschuh: Fischer Thermoshape (anpassbar)
    • Der Thermoshape markiert das untere Ende und spricht vor allem Einsteiger an. Anstatt des hochwertigen Grilamid wird beim Travers-TS Polyurethan (PU) Kunststoff verwendet. Dieser macht es möglich, den Schuh in dieser Preiskategorie anzubieten. Damit ist der Schuh nur ein bisschen weniger steif als die Grilamid-Versionen, dafür schwerer.

 

 

  •  Fischer Travers GR
    Fischer My Travers GR | Damenversion
    • GR steht für Grilamid
    • Preis: 549 Euro
    • Gewicht: 1090 g (bei 26,5)
    • Vorlage: 13°
    • Material: vollständig Grilamid
    • Farbe: Schwarz mit grünen Akzenten
    • Innenschuh: Fischer Thermoshape (anpassbar)
    • Die Grilamid-Variante positioniert sich in der Mitte der Kollektion. Grilamid ist leichter und gleichzeitig steifer als die PU-Variante. Auf versteifende Materialien wie Carbon wird in diesem Modell noch verzichtet.
  •  Fischer Travers CS
    Fischer Travers CS | Das ehemalige Topmodell ab 19/20 im neuen Design
    • CS steht für Carbon Sole
    • Preis: 649 Euro
    • Gewicht: 990 g (bei 26,5)
    • Vorlagewinkel: 17° – höherer Vorlagewinkel als die günstigeren Travers Modelle, dadurch leichteres In-die-Knie-gehen und höhere Performance, aber auch anspruchsvoller zu fahren.
    • Material: Grilamid-Schale, Grilamid-Schaft, Carbon-Aramid-Sohle
    • Farbe: Gelb mit schwarzen Akzenten
    • Innenschuh: Palau (anpassbar)
    • Der Travers CS ist das frühere Topmodell „Travers Carbon“. Meiner Meinung nach DER Schuh für den ambitionierten Skitourengeher. Der Schaft flext natürlicher als sein neuer, extrem steifer Bruder Travers CC – der für die absoluten Profis bestimmt ist.
Die Carbon-Aramid Platte in der Sohle

 

  •  Fischer Travers CC
    • Flaggschiff der Kollektion
    • CC steht für Carbon Cuff
    • Vorlagewinkel: 17° – höherer Vorlagewinkel als die günstigen Travers Modelle, dadurch leichteres In-die-Knie-gehen und höhere Performance, aber auch anspruchsvoller zu fahren.
    • Material: Grilamid-Schale, Carbon-Manschette, Carbon-Aramid-Sohle
    • Preis: 749 Euro
    • Gewicht: 930 g (bei 26,5)
    • Material: Grilamid-Schale, Carbon-Aramid-Sohle, Voll-Carbon-Schaft
    • Farbe: Gelb mit schwarzem Schaft und roten Akzenten
    • Innenschuh: Palau (anpassbar)
    • Der CC ist das Flaggschiff der Kollektion. Er ist der leichteste Vertreter und gleichzeitig das steifste aller Travers Modelle. Der Schaft ist vollständig aus Carbon und dementsprechend extrem steif und leicht. Dazu kommt ein erhöhter Vorlagewinkel von 4°. Der Schuh fährt sich um einiges aggressiver als alle anderen Travers Modelle und ist definitiv eine Waffe für High-Performance-Nutzer die bewusst auf ein natürliches Flex-Verhalten des Schaftes verzichten wollen.

 

 

Video mit allen Fischer Travers Modellen

Schöne Touren und tolle Aussichten mit dem Fischer Travers

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