Sellrainer Berge Inside 6: Felsstürze

Aus aktuellem Anlass rund um den Bergsturz im Bergell – in dem man selbst auch umkommen hätte können.

Bondo liegt nämlich nicht nur am Fuße des Piz Cengalo, sondern auch am direkt danebenliegenden Piz Badile. Der Piz Badile weist mit seiner Nordkante eine der beliebtesten Klettertouren der Alpen auf und nennt einer der Sechs Großen Nordwände der Alpen sein eigen. Beim Bergsturz wurde der Zustieg zur Klettertour in weiten Teilen von der Mure verschüttet.


Bergstürze formen die Landschaft in Gebirgen auf fast jedem Quadratmeter. Diese sind nicht immer offensichtlich erkennbar und nur wenige sind so groß, um überhaupt erwähnt zu werden.

In den Sellrainer Bergen gibt es zwei interessante Abbrüche:

Maningkogel – Mittertal

Links und rechts der Maningkogelkante erkennt man die Ablagerungen der Felsstürze. Rot gekennzeichnet ist zwischen dem Geröll des Felssturzes das Überbleibsel eines Blockgletschers
Ablagerungen auf der östlichen Seite des Grates

Gaißschartlesgrat – Wörgetal – Hochötz

Der gesamte Grat ist hier vor langer Zeit zusammengebrochen. Die Schutthalden liegen westlich in Richtung Skigebiet Hochötz und östlich im Wörgetal.
gesehen vom Pirchkogel
Blick vom Grat auf den unteren Bereich der Ablagerung
Der Bergsturz hat am Eingang des Wörgetales den Puchersee entstehen lassen. Dieser entleert sich unterirdisch, der Bach des Wörgetales kommt erst eta 200 Höhenmeter weiter unten wieder zum Vorschein.

Haidenspitze – Rautenwand

Einer der jüngsten in den Sellrainer Bergen, vom März 2017

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3 Gedanken zu “Sellrainer Berge Inside 6: Felsstürze

  1. An der Stelle sollte einmal angemerkt werden, wo die Unterscheidung zwischen FELSsturz und BERGsturz liegt. Und das nicht alle paar abgegangenen Steine gleich ein Bergsturz sind … siehe Definition in der Fachliteratur!

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