9.4.2017, Königsspitze (Gran Zebrù), 3851m

Nachtrag:

Merke: Gipfel mit klingenden Namen besser unter der Woche machen!

Interessante Beobachtungen:
Helm ist nicht für jeden selbstverständlich (Stein ➙ Kopf), Steigeisen auch nicht (nur 1, mit Reepschnur am Schuh), sicheres anschnallen der Ski ebenso wenig (Verlust am Gipfel, Abfahrt mit einem Ski), Körpersicherung ohne Fixpunkt ist immer noch nicht „out“…“

aus Sebastians Bericht.


 

Mit Basti und Hermann bei sehr guten Bedingungen über die Ostrinne. Wir sind um etwa halb 6 in Sulden weg und mussten nur wenige Minuten die Ski tragen. Die Ostrinne war ausgefahren und griffig, weiter oben genau so. Die Schneequalität immer wechselnd zwischen firnig und kompakt-pulvrig mit zahlreichen Befahrungsspuren und auch jetzt am Sonntag war dementsprechend viel los.

Ein toller Berg, aber mir stellts bei solchen Massenanstürmen immer die Haare auf: Mich stören zwar die Leute selbst nicht solang man nicht ewig Anstehen muss, meistens kommt man eh mit einigen zu einem netten Ratscher. Dafür verlieren solche Berge für mich – trotz ansprechendem Auf- und Abfahrtsgelände – komplett an Reiz. Da soll noch einer sagen, im Sellrain wär viel los… Auch die „Ausrüstungsbesonderheiten“ die sich auf solchen Gipfeln zeigen, stellen ein eigenes Kapitel dar.

Ich wüsste auch bei uns eine Hand voll Abfahrten, die Potential für solche Anstürme hätten – wenn man sie explizit mit guten Infos veröffentlicht. Ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis wir dorthin kommen. Zumindest annähernd: Was immer fehlen wird ist die Gipfelhöhe von mindestens 3500m und ein ansprechender Bergname.

Die Zwölferkogel Nordwestflanke und die Route in der Nordseite des Fernerkogels sind dafür gute Beispiele aus dem Klettermetier. Erstere wurde übrigens schon von einigen lokalen Urgesteinen im Frühwinter-Mixed-Stil vor Jahrzehnten „erstbegangen“ – allerdings nicht aufgezeichnet oder veröffentlicht.

Jedenfalls hatten wir einen lässigen Tag und waren zum verspäteten Mittagessen wieder daheim :-)

Königsspitze am Morgen
Königsspitze am Morgen
1917
1917
alle drei schauen zeitgleich in die gleiche Richtung :-)
alle drei schauen zeitgleich in die gleiche Richtung :-)
in der Rinne
in der Rinne

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äquivalent zu Ortler, Mt. Blanc, Bernina, Paradiso, Glockner, uvm.
äquivalent zu Ortler, Mt. Blanc, Bernina, Paradiso, Glockner, uvm.
kurz vorm Kreuz
kurz vorm Kreuz
Ortler
Minigerode
Gipfelhütte aus dem Ersten Weltkrieg
Gipfelhütte aus dem Ersten Weltkrieg

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oberer Vinschgau
oberer Vinschgau
Schrankogel in der Ferne
Vorderer Bunnenkogel, Wildes Hinterbergl, Schrankogel, Schwarenzbergspitzen, Ruderhofspitze in der Ferne
Zufallspitze + Cevedale
Zufallspitze + Cevedale
Bernina
Bernina
Wechsel von Gipfelflanke in Rinne
Wechsel von Gipfelflanke in Rinne

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1 Gedanke zu “9.4.2017, Königsspitze (Gran Zebrù), 3851m

  1. Servus Lukas,

    Ich war vor 18 (oder 17?) Jahren auch im Frühjahr über die Ostrinne oben. Damals (fast) alleine und in Wolken. Als wir am Gipfelkreuz ankamen, haben wir knapp über die Wolken hinwegschauen und die obersten 40 Meter des Ortlers sehen können…war eine umwerfende Stimmung.

    Viele Grüße,
    Arnold

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