8.4.2013

Wieder einmal eine coolen Hausberg zum ersten mal mit Ski gemacht. Im Sommer wird er zwar regelmäßig begangen aber die Anzahl der Ersteiger ist nicht groß. Das Buch ist seit 1985 oben: Er wird seitdem von der Inntaler Seite auch fast jeden Winter gegangen: in den knappen 30 Jahren sind etwa 50 Eintragungen als Skitour von 30 verschiedenen Personen. Also wirklich nicht viel. Hinauf ging’s südseitig auf eine Scharte: angezuckert auf Harsch. Kurze Fellabfahrt nordseitig hinab. Danach bei super Pulver auf den Nordgrat gespurt, dort Hund und Ski „deponiert“ und teils wühlend über den Blockgrat auf den Gipfel. Abfahrt: Zuerst wieder traumhafter Pulver, dann Aufstieg zurück auf die Scharte und südseitig zurück hinunter. Bis etwa 2100 war noch recht hart, danach 300hm top Firn und über den autobreiten Weg nach Hause :)

Die Nordwestflanke und -rinne bewegt sich immer so um die 38, 39° also nicht schlimm, aber sicher sollte es halt sein. Wollte eigentlich die direkte Rinne fahren, aber der Hund ist mir nicht mit über den Grat – feige Nudel halt – aber die wird auch einmal wieder zum Fahren gehen.

angefrorener Nebel, sieht man bei uns hier selten
angefrorener Nebel, sieht man bei uns hier seltener

 

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nordseitig noch gesetzter Pulver, zum Fahren tiptop
nordseitig noch gesetzter Pulver, zum Fahren tiptop

 

a bissl mehr Spitzkehren als normal
a bissl mehr Spitzkehren als normal

 

am Grat
am Grat

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Tattn woa a schon do mit Ski...
Tattn woa a schon do mit Ski… vor 15 Jahr und 5 Tag

 

dahoam
dahoam

 

Pulver
Pulver

 

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1.4.2013, Sulzkogel, 3016m + Finstertaler Schartenkopf, 2854m

Weil heute nur etwas möglichst nordseitiges in Frage gekommen ist (nach Lisens wollte ich nicht fahren, im Gleirsch sind fast alle Berge zumindest teilweise ostseitig, im Kraspes war wieder zu viel los) wieder auf den Sulzkogel. Hab nach und nach alle überholt und ab dem Flachstück oben im Tal das Spuren übernommen: Anfangs war kein Problem, nur der Gipfelhang ist südost ausgerichtet und war deswegen um 11 schon stark eingeweicht, die Ski in dem Gammel voranzuschieben war schon ziemlich hart. Bin also als erster am Gipfel gewesen und auch abgefahren: Traumhaft. Am steilen Stück neben dem Eisfall bin ich in ein Schneespalte, die vom Neuschnee überdeckt war, eingebrochen und gar nicht mehr so einfach herausgekommen, haha.

Hinterm See wieder aufgefellt und der bereits stark ausgetretenen Spur auf die Finstertaler Scharte gefolgt. Von dort sind alle dem Grat entlang hinaufgestapft. Das war mir aber zu hart, also den sehr kurzen Gipfelhang gespurt (wo der Pulver natürlich auch schon eingeweicht war) und bei ebenso schönem Pulver wie am Sulzkogel wieder zurück zum Auto.

Wind war auf den beiden Touren wenig im Spiel, Neuschnee gabs bei uns im Vergleich zum Süden eher wenig. Nur am (sehr hinterfotzigen!) Gipfelhang vom Sulzkogel war wenig Windeinfluss erkennbar, aber die Setzung geht der Jahreszeit und dem Sonnenstand entsprechend sehr schnell.

Im Stausee ist wieder ein bisschen mehr Wasser. Heute war Kühtai zum ersten mal in der Ostersaison – wie sonst üblich – komplett zugeparkt.

Sulzkogel

 

gegen Inntal

 

Gipfelhang Sulzkogel – obn ouchn

 

untn auchn

 

 

Lockerschneerutscherlen Richtung Finstertaler Scharte

 

vom Schartenkopf zum Sulzkogel „zurück“geschaut

 

…und nach Kühtai

 

Spurfetischismus1

 

Spurfetischismus2, vom Damm aus.

 

27.3.2013, Lüsener Fernerkogel, 3299m + Lüsener Spitze, 3230m

Bin erst um halb 10 in Lisens weg.

Jedenfalls hab ich mir die Gipfelrinne von unten genauer angeschaut und beschlossen, die Ski zum ersten mal am Fernerkogel mit nach oben zu nehmen, weil sie heute gehen sollte. Bin dann eine Weile oben gehockt und wurde von allen blöd angeschaut, was meine Ski wohl hier oben zu tun haben. Nach vielen Fotos musste ich ein ziemliches Stück in der Gipfelrinne absteigen und es ging bei wenigen cm Pulver auf hartem Untergrund wieder zurück zum Rotgratferner. Weil sie von der Steilheit wirklich nicht schlimm ist, hab ich ganz vergessen nachzumessen, aber über die 37, 38° wird sie nicht hinauskommen. Kein Wunder, dass sie ein Klassiker bei uns ist.

Unter der Plattigen Wand (man hört auch immer wieder „Rote Wand“, selbsterklärend wenn man den Fels dort sieht) wieder aufgefellt und noch das Lisener Spitzl mitgenommen. Die Abfahrt war dann leicht gepresster Pulver, in der Mauer lockerer Pulver, habs aber noch nie geschafft, dort keinen Steinkontakt zu haben.

Der Lüsener Fernerkogel ist einfach der schönste weit und breit, und der 3. höchste von St.Sigmund

 

üblicher Anblick bei Neuschnee im Frühjahr: Die Lockerschneelawinen aus den Ostwänden schauen oft viel bedrohlicher aus, als sie sind

 

im Gletscherbecken

 

Rundumsicht am Lüsener Fernerkogel

 

Habicht, von wo sagt man eigentlich „Hoger“?

 

Wildspitze + Brochkogel

 

Schrankarkogel und Schrankogel

 

Spuren vom Hohen Seeblas

 

Hiatl, Pfaff und Aufstiegsspur auf die Hölltalscharte im Vordergrund

 

Gipfelrinne

 

Von der Plattigen Wand zur Lisner Spitze

 

…oder eben „Rote Wand“, daher auch die Rotgratspitze

 

Wind

 

momentan auf vielen Gipfelkreuzen bei uns frische Gebetsfahnen

 

Abfahrt am Gletscher

 

und in der Mauer

 

 

25.3.2013

Vom klassischen Italientief bekommen wir meistens nicht viel mit und sonnseitig hat sich die Sache schon wieder gut gesetzt. Also eine schöne, teilweise recht enge Rinne (unterer Teil um 45°, dann ein kleines Stück 49° und weiter oben um 40°) gestapft und gefahren. Am Berg hat sich meistens eine Nebelbank gehalten, deswegen konnte ich von der Piste unten nicht gut beobachtet werden, was mir e gut gepasst hat. Nur bei der Abfahrt im letzten Stück hat sich der Nebel kurz verflüchtigt und ich wurde gleich von stehenbleibenden Skifahrern beäugt.

Schneemäßig war griffiger Harsch, beim Stapfen ist man ein bisschen eingesunken, beim Fahren hats getragen – richtig fein :)

Forschungsstation

 

angenehm zu stapfen

 

Wechten am Ausstieg auf den Grat

 

am Gipfel

 

Abfahrt: Fisheye Bilder! So breit war sie nicht…

 

…und so steil auch nicht ;-)

 

Übersicht von Anfang Dezember 2012

13.3.2013, Besser geats nit!

Hab nach der Uni Webcam geschaut: Hochalter Bergstation Nebel, Zugspitze frei, Basis dürfte also auf etwa 2400m sein. Hab dann noch Übersichtsbilder angeschaut und eine weiter südliche (Schlechtwetter soll von Norden kommen) Tour gewählt, bei der ich bei Nebel oder Wetterverschlechterung auch normal abfahren kann. Der Papa bringt mich zum Ausgangspunkt und es geht gemütlich auf der „Piste“ hinauf. Als ich schon deutlich höher als 2-4 war, habe ich mir eigentlich gedacht, die Befahrung kann ich mir für heute in die Haare schmieren, weil immer noch alles zugenebelt war.

Kurz unterm Skidepot kommt man auf einen Schlag aus den Wolken, darüber nur blau. Die Wolkendecke hängt überall auf etwa 2600m, nur in dem Tal, in welches meine ursprünglich angepeilte Abfahrt hinunter geht, nicht. Komplett frei dort. So muss man es erst erwischen!

Bei ganz ähnlichen Verhältnissen wie gestern (10cm lockerster Pulver auf kompakter Unterlage) geht’s über die 46° Einfahrt und die wunderschöne Rinne (obere 2/3 immer 40-45°, unteres Drittel um 35°) heimwärts. Bei jedem Schwung ist der Pulver hoch aufgestaubt und hat einen langsam rutschend überholt (bei den Freeridern nennt man das „sluff“)

 

 

 

aus den Wolken herausn

 

rechts herum kommt man im Spätwinter meistens ohne Ski ausziehen auf den Gipfel

 

auch auf den heimatlichen Gletschern super Pulver, leider unscharf geworden

 

 

 

oberflächlicher Pulver rutscht voran

 

bei der Hälfte

 

 

 

 

die linke schon letztes Jahr gefahren. die rechte heute. Bild vom Jänner 2012

12.3.2013

Wieder einmal eine Papa-Erstbefahrung nachgemacht: Süd rauf (weil in der Nacht gut ausgestrahlt überall tragfähig), Nord bei 10cm super Pulver auf durchgehend abgebaut umgewandeltem Untergrund runter 45 – 53°, wieder aufgefellt und nordseitig zurück auf die Scharte gespurt, Südseitig bei perfektem Firn wieder heim.

 

 

von oben

 

Einfahrt

 

 

 

irgendwo in der Mitte

 

Querung zu normalen Skihängen, auf die man sonst nicht hinkommt

 

dort auch schönster Pulver

 

Hab mir den Eingang in die „Schlucht“ vor ein paar Tagen genauer mit dem Glas angeschaut, oft muss man dort anscheinend einen kurzen Abseiler einlegen – momentan nicht ;-)
Allgemein zur Tour: die Sache vorher genau anzuschauen (in echt, auf Karte und auf selbst gemachten Übersichtsfoto) ist hier noch ein großes Stück wichtiger als bei den meisten Rinnen…

 

„Schlucht“

 

Auslauf, angezuckert auf Harsch

 

vom Wiederauffellpunkt aus: Oben Rassig, Mitte wunderbare Skihänge (am Foto), unten rassig

 

zurück auf die Scharte

 

Durch den Gegenanstieg sind auch wieder 2300hm zusammengekommen ;)

 

Übersicht, aufgenommen Ende April 2012